Ein starkes Zeichen christlicher Verbundenheit: Pater Raphael, Ökonom des orthodoxen Klosters, zu Gast bei Pfarre und Volksschule.

St. Andrä am Zicksee, 12. Dezember 2025 – In dieser Woche zeigte sich in St. Andrä am Zicksee auf eindrucksvolle Weise, wie harmonisch das alteingesessene Dorfleben und das monastische Leben des orthodoxen Klosters ineinandergreifen. Im Rahmen der traditionellen Adventfenster-Aktion absolvierte Pater Raphael, der Ökonom des Klosters Maria Schutz, einen wahren Marathon der Begegnung, der die ökumenische Freundschaft im Ort nachhaltig unterstrich.

Eine Tradition, die verbindet
Der „Adventkalender im Dorf“ ist in St. Andrä am Zicksee längst eine feste Institution. Jedes Jahr beteiligen sich 24 Familien oder Organisationen an dieser Aktion: Täglich wird in der Vorweihnachtszeit ein Fenster im Ort feierlich geschmückt.

Dieser Brauch geht weit über das bloße Betrachten von Dekoration hinaus: Manche Gastgeber laden zur festlichen Eröffnung ihres Fensters ein. Dabei entsteht nicht selten ein Treffpunkt der Dorfgemeinschaft, um bei heißen Getränken und Gesprächen innezuhalten und die Hektik des Alltags für einen Moment hinter sich zu lassen.

Dreiklang der Begegnung: Kloster, Pfarre, Schule
In diesem Jahr bereicherte das orthodoxe Kloster – das erste und einzige in Österreich – diese Tradition gleich an drei Abenden in Folge:

  • Dienstag, 9. Dezember (Gastgeber): Das Kloster selbst machte den Anfang und lud zur Fenstereröffnung in den Klostergarten. Bei Punsch und Glühwein hieß die Mönchsgemeinschaft zahlreiche Gäste willkommen.
  • Mittwoch, 10. Dezember (Ökumene): Ein starkes Signal des Miteinanders setzte Pater Raphael am Folgetag, als er die Eröffnung des Fensters der römisch-katholischen Pfarre besuchte. Dass der orthodoxe Ökonom und die katholische Pfarrgemeinde gemeinsam den Advent feiern, wurde als herzliches Zeichen der gelebten Ökumene wahrgenommen.
  • Donnerstag, 11. Dezember (Zukunft): Den Abschluss bildete der Besuch in der Volksschule St. Andrä. Hier stand die Freude der Kinder über ihr selbst gestaltetes Fenster im Mittelpunkt, gewürdigt durch die Anwesenheit des Paters.

Ein Bild des Zusammenhalts
Der Besuch in der Volksschule bot auch den Rahmen für ein symbolträchtiges Foto. Es zeigt Pater Raphael im Gespräch und im gemeinsamen Betrachten des liebevoll gestalteten Fensters mit der Direktorin der örtlichen Volksschule, Frau Beate Wurzinger, sowie engagierten Vorstandsmitgliedern des Vereins der Freunde des Klosters Maria Schutz und dem maßgeblichen Schöpfer der handgefertigten Dekorationselemente des Adventfensters der Volksschule, Herrn Johann Kohlenberger.

Zusammenfassend waren diese Tage im Dezember 2025 mehr als nur Termine im Kalender: Sie waren ein Beweis dafür, dass die Tradition der Adventfenster in St. Andrä lebendiger denn je ist und Menschen über Konfessions- und Generationengrenzen hinweg verbindet.

Adventfenster-Eröffnung bei der Volksschule St. Andrä am Zicksee (v.l.n.r.): Georg Pölzer, Dir.in Beate Wurzinger, Pater Raphael, Werner Halbauer u. Johann Kohlenberger.
Das Adventfenster der Volksschule St. Andrä am Zicksee.
Das Adventfenster im orthodoxen Kloster Maria Schutz in St. Andrä am Zicksee.