Am 3. Januar 2025 besuchten die Sternsinger der Pfarre Sankt Andrä am Zicksee das orthodoxe Kloster Maria Schutz, wo sie von Pater Raphael, dem Ökonom des Klosters und Obmann des Vereins der „Freunde des Klosters Maria Schutz“, herzlich empfangen wurden. Pater Raphael betonte in seiner Ansprache die große Bedeutung der Sternsinger-Aktion und bezeichnete die Unterstützung dieser karitativen Initiative als ein ganz besonderes „Herzensanliegen“ der Bruderschaft. Er lobte zudem die Aufopferungsbereitschaft der teilnehmenden Kinder, die während ihrer Weihnachtsferienzeit aktiv an dieser wichtigen Tradition mitwirkten.

Die Tradition des Sternsingens hat ihren Ursprung in der biblischen Erzählung von den Sterndeutern, die dem Stern von Bethlehem zur Krippe folgten und dem neugeborenen Jesuskind kostbare Gaben brachten. Im Mittelalter entwickelte sich daraus der Brauch, bei dem verkleidete Könige singend die Geburt Christi verkünden. Die Sternsinger, bestehend aus Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen, schlüpfen in königliche Gewänder und ziehen von Tür zu Tür, um Segenswünsche zu überbringen und Spenden für Menschen in Not zu sammeln. In diesem Geist der Nächstenliebe laden sie die Menschen ein, mit den Ärmsten zu teilen und einen Beitrag zu einer Welt ohne Armut und Ausbeutung zu leisten.

In diesem Jahr legt die Sternsingeraktion ihren Schwerpunkt auf die wichtige Arbeit der Partner*innen in Nepal, um sichtbar zu machen, wie die Spenden konkret eingesetzt werden. Dies zeigt, wie wichtig es ist, nicht nur den Glauben zu leben, sondern auch aktiv zur Verbesserung der Lebensumstände der Bedürftigen beizutragen.

Der Besuch der Sternsinger im Kloster Maria Schutz war nicht nur eine Fortführung einer wertvollen Tradition, sondern auch ein eindrucksvolles Zeichen für Gemeinschaft, Nächstenliebe und den unermüdlichen Einsatz für die Schwächeren in unserer Gesellschaft. Pater Raphael und die gesamte Bruderschaft des Klosters freuen sich bereits auf die nächste Gelegenheit, die Sternsinger willkommen zu heißen und gemeinsam an der Verwirklichung einer gerechteren Welt zu arbeiten.